Inventarregeln

Zu den Inventarregeln

Inventarregeln bestimmen die Gegenstände, die zum Judo-Wettkampf unabdingbar dazugehören. Wichtigster Bestandteil ist natürlich der Judo-Anzug, der aus Jacke, Hose und Gürtel besteht und aus reißfestem Baumwollstoff hergestellt ist. Der Judogi muss bestimmten Kriterien wie Ärmel- und Hosenbeingröße, Länge der Jacke usw. genügen.

Judo wird auf einer Matte betrieben, die aus einzelnen Mattentafeln besteht. Die Matte ist so beschaffen, dass der Fuß nicht einsinken kann, und schnelle Drehbewegungen nicht zu Verletzungen im Sprung- oder Kniegelenk führen können.

Außerdem sind Wettkampfgürtel zur Unterscheidung, Wertungstafel, Zeitzeichen usw. zu nennen.

Veränderung von Inventarregeln

1. Variante

A + B treten in Judogi gegeneinander an, die nicht von einem Gürtel zusammengehalten werden.

Aufgabe 1: A + B versuchen, sich im Bodenkampf die Jacken auszuziehen. Wem gelingt dies zuerst?

Aufgabe 2: A + B stehen voreinander und fassen mit einer Hand das Revers des Partners. Sie dürfen sich mit den Füßen nicht von der Stelle bewegen. Durch “Anzug-Abgeben” und Halten des eigenen Revers versuchen beiden, das Gleichgewicht des anderen zu stören. Wer muss zuerst einen Schritt machen, um sein Gleichgewicht nicht zu verlieren?

2. Variante

Es werden zusätzlich zur Judobekleidung andere Bekleidungsstücke getragen, z.B. Boxhandschuhe, die ein Zufassen verhindern/behindern. Im Bodenrandori muss verstärkt mit dem Körper gearbeitet werden, im Standrandori muss enger Körperkontakt hergestellt werden und Ziehen ist nur im Nackenbereich möglich.

Beide Partner tragen Socken und versuchen sich diese auszuziehen (“Sockenraub”).

Augentücher dienen dazu, den optischen Analysator auszuschalten, Koordination und Bewegungsgefühl/-vorstellung werden trainiert.

3.Variante

Es werden zusätzliche Gegenstände beim Zweikampf zugelassen. Es entwickelt sich ein “Kampf um etwas”, ein Kampf um ein Objekt.

Beim Kampf um den Medizinball z.B. liegen beide Partner auf dem Bauch und halten den Medizinball mit gestreckten Armen zwischen sich. Wem gelingt es, den Ball unten den eigenen Körper vor den Bauch zu bringen?.

Beim Kampf um den Gürtel versuchen beide, den Gürtel in ihren Judogi zu stecken.

4. Variante

Es wird statt der normalen festen Tatami eine Weichbodenmatte verwendet.

Aufgabe 1: Neben der räumlichen Begrenzung und den sich daraus ergebenden Möglichkeiten bedeutet die nachgiebige Matte eine zusätzliche Beschwernis beim Bodenkampf.

Ziel: Konditionsverbesserung

Aufgabe 2: Hüpfend und ohne Einsatz der Arme versuchen a + B sich gegenseitig von der Matte zu drängen.

Ziel: Schulung des Gleichgewichts