Falltechnik schulen

Falltechniken - notwendiges Übel?
von Ralf Pöhler

Das Beherrschen von Falltechniken ist in vielen Fällen die Voraussetzung dafür, Judo üben oder wettkämpfen zu können. Falltechniken dienen im Judo in erster Linie dazu, Kopf, Wirbelsäule und Gelenke beim Geworfenwerden zu schützen. Fallen ist im Judo eine Technik, die wie Haltegriffe oder Würfe erlernt werden muss. Nicht immer entspricht diese Technik des Fallens dem, was in der aktuellen Fallsituation benötigt wird (Beispiel: Falltechnik seitwärts entspricht nicht dem, was für das Fallen bei De-ashi-barai benötigt wird). Die Ausbildungs- und Prüfungsordnung des DJB gibt eine methodische Steigerung der Anforderungen an die Falltechnik vor.

Einige Judo-Lehrer behaupten, es müsse von der ersten Judo-Stunde an das Ziel sein, möglichst lange nicht das Gleichgewicht zu verlieren (vgl. u.a. Geesink). Deshalb verstehen sie Falltechniken nur als notwendiges, lästiges Übel für den Fall, dass das Geworfenwerden doch einmal eintritt. Ich halte jedoch daran fest, dass man Judo durch Werfen und Geworfenwerden erlernt. Nur wer Spaß am Fallen hat, wer zu jeder Zeit weiß, wo er sich im Raum befindet, wer seinen Fall steuern und kontrollieren kann, wird sich weiter entwickeln, - und wird Gefallen daran finden, mit anderen zusammen zu üben, im wechselseitigen Geben und Nehmen. Deshalb sind Überlegungen wie die folgenden zur “Festigung der Falltechnik” so wichtig.

  Steigerungen (u.a. von Fritz)
 Fallübungsspiele (u.a.von Gaby)
 Hilfsmittel (u.a. von Christian http://www.judosport-online.de )
  Parcours und Wettläufe (u.a. von Thomas (Bremen))

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