Spezielle Übungen für den 8.Kyu

 

Oberlage: Den Partner in Bauchlage mit dem Körper kontrollieren

  • Ein Partner liegt auf dem Bauch, der andere kontrolliert ihn von oben. Der Untermann hat jetzt die Aufgabe, eine z.B. 3 Meter entfernte Linie zu erreichen. Der auf dem Bauch liegende Partner muss versuchen, in den Stand zu gelangen. Der Obermann kann Handicaps gestellt bekommen, wie z.B. nur das Körpergewicht einsetzen (die Arme sind auf dem Rücken) oder er soll die Hände zu Fäusten ballen.
  • Der Untermann soll versuchen, sich zu wenden und seinen Partner zwischen seinen Beinen einzuklemmen. Der Obermann benutzt wieder nur seine Fäuste zur Verteidigung.
  • Der Obermann kniet neben seinem Partner und kontrolliert dabei nur den naheliegenden Arm und das entsprechende Bein. Der Untermann soll nur versuchen sich weg zudrehen.
  • Ein Partner liegt mit seinem Bauch auf dem Rücken des Untermanns. Der Obermann bildet den Zeiger einer Uhr. Ohne den Kontakt zu verlieren, soll der Obere jetzt immer die Uhrzeit einstellen, die der Übungsleiter ansagt. Der Kopf ist dabei die Zeigerspitze, der Kopf des Untermanns steht auf 12 Uhr. .
  • Zwei Partner kontrollieren einen Dritten, der auf dem Bauch liegt. Dieser muss jetzt versuchen, in den Stand zugelangen.

Oberlage: Den Partner in Rückenlage mit dem Körper kontrollieren

  • Der Partner wird in Mune-gatame gehalten und er soll eine festgelegte Linie erreichen.
  • Der Partner wird nur mit Fäusten kontrolliert und er soll in die Bauchlage gelangen.
  • Der Partner wird nur mit den Fäusten bzw. den Beinen gehalten und soll aufstehen.
  • Der Obermann kontrolliert nur die Beine des anderen, der versuchen soll aufzustehen.
  • Ein Partner muss sich gegen den Widerstand zweier Gegner auf den Bauch drehen.

Übungen mit Tori und Uke in Kniestandposition

  • Beide Partner knien in Armlängenabstand voreinander und versuchen sich gegenseitig aus dem Gleichgewicht zu bringen. Der Griff kann fest vorgegeben oder freigestellt werden. Als Variation können sich die Knie der Partner zu Beginn berühren.
  • Beide Partner legen ihren vierfach gefalteten Gürtel um den Rücken des Partners und versuchen dann ihn aus dem Gleichgewicht zu bringen.
  • Beide Partner versuchen ihr Gegenüber wegzuschieben oder heranzuziehen. Ziel ist es, mit beiden Armen unter die Arme des Partners zu gelangen und sie hinter dessen Rücken zu verschränken (jeweils einen Punkt).
  • Variation: Ziel ist es, einen Arm wie beim Seoi-nage beim Partner einzuhängen (je einen Punk).
  • Beide Partner versuchen ihr Gegenüber in die Bauchlage zu zwingen.
  • Bereits gelernte Umdreher aus der Kniestandposition sollen in Uchi-komi-Form trainiert werden: Zuerst nur der Umdreher, dann der Umdreher mit Kontrolle zum Haltegriff, dann der Umdreher mitHaltegriff und Befreiung.

Haltegriffe

  • Uhrzeigerspiel: Ein Partner liegt auf dem Rücken, der Andere liegt mit seinem Bauch auf dessen Bauch. Als wären sie an den Bauchnabeln verschraubt, drehen sie sich als Zeiger einer Uhr. Die Zeiger können sich in beide Richtungen drehen. So wechselt der obere von einer Haltegriffposition in die nächste und belastet seinen Partner mit dem eigenen Körpergewicht.
  • Die verschiedenen Haltegriffe werden nur mit geballten Fäusten gehalten. Der Untermann muss versuchen, herauszukommen.
  • Haltegriffschaukel: z.B. bei Kuzure-kesa-gatame schaukeln die Partner immer abwechselnd von der Rückenlage in die Halteposition, so dass immer einer der beiden oben liegt und der andere unten. Der Griff wird dabei die ganze Zeit beibehalten. Auf ein Kommando des Übungsleiters beginnt ein Kampf um den Haltegriff. Der Obere versucht zu halten und der Untere versucht sich zu befreien. Diese Übung ist auch mit Yoko-shiho-gatame und mit Kami-shiho-gatame möglich.
  • Ein Partner liegt auf dem Rücken, der andere befindet sich in einer vorgegebenen Position neben oder über seinem Partner, z.B. sitzt der eine auf dem Bauch des Partners und hat die Hände Richtung Decke gestreckt. Auf Zeichen des Übungsleiters muss der Obere versuchen, den Unteren in einen Haltegriff zu bekommen. Wenn der eine Partner seine Aufgabe erfüllt hat, wird für ihn die Ausgangssituation erschwert.
  • Uke liegt auf dem Rücken und hat die Augen geschlossen. Tori nimmt ihn in irgendeinen Haltegriff. Uke muss erkennen, um was für einen Haltegriff es sich handelt.

Befreiungen

  • Beide Partner machen ein “einrollendes Randori", d.h. sie versuchen sich ohne großen Kraftaufwand gegenseitig festzuhalten und zu befreien. Die Technik soll dabei aber trotzdem sauber durchgeführt werden.
  • Der Obermann hält seinen Partner absichtlich schlecht fest, d.h. er gibt eine schlechte Halteposition vor, die der Partner erkennen soll, um sie für seinen Befreiungsversuch auszunutzen (Prinzip: Wenn...- Dann... ).
  • Abwechselnde Befreiungen aus verschiedenen Haltegriffen, z.B. auf Zeit, wie beim Judo-Sportabzeichen.
  • Befreiung mit steigendem Widerstand. Es werden z.B. 4 Stufen gewählt, wie der Partner festhalten soll. Zuerst kommt die Befreiung ohne Widerstand, dann wird der Widerstand gesteigert und schließlich wird mit aller Kraft gehalten.
  • 10 Sekunden lang versucht der Untere sich gegen vollen Widerstand zu befreien, dann erst lässt der Obermann locker und der Untere befreit sich. Konnte er sich vorher befreien, darf er seinen Partner z.B. 3 Mal locker werfen.

 

                                              
                  Aufwärmen       zum 7.Kyu