Spezielle Übungen für den 7.Kyu

 

Tori steht Uke kniet

  • Uke versucht im Kniestand zu bleiben und Tori versucht seinen Partner aus dem Gleichgewicht zu bringen und am Boden festzuhalten.
  • Ton fasst an die Ärmel Ukes und macht abwechselnd rechts und links Sasae-tsuri-komi-ashi in Uchi-komi-Form.
  • Tori fasst mit seiner rechten Hand auf Ukes linkes Schulterblatt (O-goshi). Jetzt dreht er Uke auf dessen Knien im Uhrzeigersinn und dreht sich gegen die Drehrichtung zu einer Art O-goshi ein und schließt mit Haltegriff ab.
  • Uke steht im hohen Kniestand und setzt willkürlich ohne Absprache den rechten oder linken Fuß auf. Tori soll die Situation so schnell wie möglich erkennen und auf der richtigen Seite O-soto-gari ansetzen (am besten mit Doppelreversgriff).

Haltegriffe (siehe auch bei Weiß-gelb Gurt)

  • Der eine Partner soll versuchen von einem Haltegriff in den anderen zu wechseln, ohne die Belastung mit seinem Körpergewicht zu vernachlässigen und ohne jemals beide Hände gleichzeitig loszulassen. Der Untermann steigert von Mal zu Mal seinen Widerstand bis er schließlich mit aller Kraft versucht herauszukommen. Diese Befreiungsversuche soll der Obermann dann wieder nutzen, um seine .Halteposition zu verändern.
  • Die Judoka sollen gemeinsam, zu einem Haltegriff, möglichst viele Varianten entwickeln.
  • Der Obermann in Kami-shiho-Position soll seinen Partner eine Mattenbahn hinter sich her ziehen, dabei soll er allerdings nicht die Kontrolle verlieren. Diese Übung dient dazu gegen die Mattenflucht eines Gegners im Haltegriff zu arbeiten. Sie ist auch mit den anderen Haltegriffen möglich.

Angriffe gegen die Bauchlage

  • Ringermäßig soll versucht werden, den Partner einmal “durchzudrehen", d.h. man fasst den Partner mit beiden Armen ganz eng unter dessen Körper, entweder aus der Reitsitzposition oder von vorne, und versucht dann ihn umzudrehen ohne den Griff zu lösen. Der Partner landet dann wieder in der Bauchposition (auch als Wettkampf).
  • Ohne zuzufassen soll der Partner in die Rückenlage gedreht werden. Hierdurch soll ein Gefühl für die möglichen Hebelwirkungen erlebt werden (dosierter Widerstand).
  • Schildkrötenumdrehen: Ein Judoka ist der Schildkrötenumdreher und er soll versuchen alle anderen aus der Bankposition oder Bauchlage auf ihren Panzer, d.h. auf den Rücken zu legen. Die gefangenen Schildkröten helfen dem Jäger.
  • Zwei Partner haben die Aufgabe, gemeinsam einen Dritten auf den Rücken zu legen. Schaffen sie es nicht in einer vorgegebenen Zeit, erledigen sie eine Zusatzaufgabe.
  • Schon gelernte Umdreher werden in Uchi-komi-Form auf Zeit durchgeführt.

Befreiungen: (Siehe Weiß-gelb Gurt)

  • Der eine Partner versucht sich mit aller Kraft aus einem Haltegriff zu befreien. Konnte er es schaffen, hat er einen zweiten Versuch, jetzt muss er allerdings genau dieselbe Befreiungsart einsetzen. Der Obermann soll sich darauf einstellen und den Befreiungsversuch verhindern. Schafft der Untere es dennoch, sich zu befreien, gibt es eine Zusatzaufgabe. Nach 30 Sekundeft wechseln die Partner ihre Position.
  • Ein Judoka wird von zwei Partnern festgehalten. Diese geben ihm immer das Gefühl, als könne er sich gleich befreien. Ist er jedoch fast herausgekommen, weisen sie ihm erneut die Schranken. Konnte er sich jedoch befreien, darf er beide z.B. 3 mal werfen. Hierbei kann zwar keine Befreiungstechnik erlernt werden, aber der Wille wird geschult.

 

                                            
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