Ko-uchi-/O-uchi-/Seoi-otoshi

Immer wieder suchen wir im Judo-Unterricht nach geeigneten Methoden Kindern die Judo-Techniken spielerisch und anschaulich zu vermitteln. Oftmals eignen sich Spielsituationen um einen guten Einstieg in das Techniküben zu bekommen.

Ko-uchi-gari/O-uchi-gari

Ausgangssituation ist das Pfützenspiel („Judo spielend lernen“, S.67). Auf eine Judomatte wird ein Kreidekreis gemalt. Beide Partner stehen am Kreis und fassen sich an den Ärmelenden an. Verloren hat, wer zuerst einen Fuß in den Kreis hineinsetzen muss. („Strafe“: 5 x Hampelmann). Wer mit dem Po in der Pfütze landet bekommt eine härtere Strafe.

Es ergeben sich vielfältige Zugkämpfe, bei denen mindestens ein Partner meistens relativ weit mit dem Gesäß über der Pfütze „hängt“.
Variationen: einhändig greifen oder beide Partner hinken oder beide fassen im Judogriff (Ärmel-Reversgriff).

Wichtig ist es beim anschließenden Techniküben den Kindern den Unterschied zwischen Kämpfen und Üben zu vermitteln. Wir üben eine Technik um anschließend den Partner leichter in die Pfütze hineinsetzen zu können.

Uke und Tori beginnen im Judogriff (Ärmel-Reversgriff).Uke lässt sich von Tori fast über die Pfütze ziehen. Er steht dabei ziemlich breitbeinig und mit dem Po über der Pfütze. Tori tritt schnell mit beiden Füßen auf den Pfützenrand. Mit dem Reversbein zieht er nun mit den Zehenspitzen den Pfützenrand hinter Uke entweder nach rechts oder links nach. Dadurch ergibt sich ein Fuß-Hackenkontakt oder ein Waden-Waden-Kontakt. Uke fällt mit Ko-uchi-gari oder O-uchi-gari.

Seoi-otoshi/Tai-otoshi/Koshi-guruma

Oftmals lehnt sich der Partner mit dem Po zurück, beugt aber den Oberkörper leicht nach vorne und streckt die Arme ein wenig. Dann stellt sich Tori schnell in die Pfütze, stellt den Kontaktpunkt Schulter-Schulter her, dreht sich ein und kann den Partner mit einem tiefen Seoi-otoshi oder Seoi-nage werfen.

Weitere Tipps:

Eine ähnliche Situation lässt sich beim Linienkampf herstellen. Beide Partner stehen auf ihrer Seite der Linie und versuchen den anderen über diese Mittellinie zu ziehen. Auf die Linie stellen und bei Zug den Partner nach hinten werfen (O-uchi-/Ko-uchi-gari oder wenn die Füße des Ziehenden eng zusammen stehen auch O-soto-otoshi). Beugt der Partner sich nach vorne ab, dann folgt Seoi-otoshi. Tori stellt sich jeweils auf die Linie.

 

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