Einfache Übergänge Stand-Boden

Einfache Übergänge vom Stand zur Bodenlage
eine Unterrichtseinheit von Ralf Lippmann

Der Übergang vom Stand in die Bodenlage gewinnt immer mehr an Bedeutung. Zum einen lassen die Wettkampfregeln kaum noch längeren Bodenkampf zu, so dass man sich eine Bodentechnik systematisch erarbeiten kann und zum anderen ist dass Verteidigungsverhalten gegen bekannte Bodentechniken soweit ausgereift, dass es günstiger erscheint diese bereits im Stand vorzubereiten.

Wir unterscheiden den Übergang Stand/Boden grundsätzlich in drei Kategorien (vgl. auch Ulbricht, Übergang vom Stand- zum Bodenkampf - Kennzeichnung und Verhaltensweisen):

  1. Der missglückte oder nur teilweise erfolgreiche eigene Angriff
  2. Der missglückte oder nur teilweise erfolgreiche gegnerische Angriff
  3. Der direkte Übergang vom stand in die Bodenlage

Wir zeigen hier zwei kindgerechte Lösungsmöglichkeiten zum missglückten oder teilweise erfolgreichem eigenen Angriff. Dazu ist anzumerken, dass in einer Prüfungsdemonstration die Wurftechnik aus methodischen Gründen auf jeden Fall korrekt geworfen werden soll. Erst in der Kampfsituation ergibt sich dann aufgrund des Partnerwiderstands ein Teilerfolg, wie Koka, Yuko oder Wazaari.

Im ersten Beispiel (Abb.1) greift Tori mit Ko-uchi-gari an,  steigt mit dem Knie über und geht direkt ohne die Kontrolle über Uke zu verlieren in Yoko-shiho-gatame nach.

 

 

 

 

Im zweiten Beispiel (Abb.2) greift Tori mit einer kindgerechten Form von Tai-otoshi an. Bevor sich Uke auf den Bauch drehen kann setzt Tori einen Kuzure-kesa-gatame an. Dabei sollte sie sich kurz mit der rechten Hand am Boden abstützen, damit sie nicht auf den Partner fällt.

 

 

 

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