Abschlussbericht der Arbeitsgruppe

Abschlußbericht der Arbeitsgruppe Assistenz-Ausbil- dungen
An die Lehrwartetagung des DJB am 3./4.Februar 2001 in Naumburg/Saale

Unter Mitarbeit von: Angela Andree, Ulrich Klocke, Martin Von den Benken, Hans-Jürgen Heißwolf

Ausgangspunkt:

Die DJB-Lehrwartetagung im Februar 2000 beauftragt unsere Arbeitsgruppe mit der Bearbeitung des Themas .Assistenz-Ausbildung'. Grundlage dieses Beschlusses war die Beobachtung, dass Assistenz-Ausbildungen nur in einigen wenigen LVs durchgeführt werden.

Von Seiten des DSB ist diese Ausbildungsrichtung allerdings als Sport-Assistenz- Ausbildung für Jugendliche vorgesehen, die sich im Unterrichtsbetrieb beteiligen wollen bzw. als Vereins-Assistenz-Ausbildung für solche, die eher im Bereich Organisation mitarbeiten wollen.

Ziel der Arbeitsgruppe soll es sein:

- Initiativen ergreifen die Sportassistenz-Ausbildung flächendeckend zu verankern

- Initiieren einer Vereinsassistenz-Ausbildung

Arbeitsablauf:

In einem ersten Schritt wurde zunächst auf schriftlichem Wege eine Klärung der Begrifflichkeiten vollzogen, da diese Art der Ausbildung in unterschiedlichen LVs unterschiedlich benannt wird. Außerdem wurde mit einer Fragebogenaktion eine Bestandaufnahme gemacht (Ergebnis siehe Anlage). Enttäuschend war dabei, dass sich an dieser Umfrage nur die Hälfte der LVs beteiligte. Organisation und Inhalte der Ausbildungen in den 5 aktiven LVs sind dabei relativ unterschiedlich. Eine Vereinheitlichung ist

Am 10.10. trag sich die Arbeitsgruppe in Duisburg, um sich konkret den o.a. Aufgaben zu widmen. Dabei wurden eine Reihe von Vorschlägen erarbeitet und Initiativen ergriffen. (s.u.)

Im letzten Quartal galt es wurden dann die beiliegenden Materialien erarbeitet, die ausbildungswilligen LVs den Einstieg in die Assistenz-Ausbildung erleichtern sollen. Vorschläge zur Ausbreitung der Sport-Assistenz-Ausbildung:

Zur Zeit wird in nur 5 Landesverbänden die Sportassistenz-Ausbildung angeboten. Aus unterschiedlichen Gründen (siehe Einführung des Skriptes von Klocke) ist es ein Anliegen des DJB, die Ausbildung auf eine breitere Basis zu stellen.

Einzuleitende Maßnahmen/Beschlussfassungen auf der DJB-Lehrwartetagung

  • Erstellung eines Referentenpools: Die Landesverbände, die die Ausbildung schon anbieten, benennen geeignete Referenten. Auf diese können die anderen LV bei ihren Planungen zurückgreifen können und sie ggf. einsetzen. Die Referenten setzen ihre eigenen Materialien/ Skripte bei diesen Ausbildungen ein und werden für ihre Tätigkeit nach DJB-Tarif bezahlt. (Angela Andree hat bereits mit der Zusammenstellung eines Referentenpools begonnnen).
  • Veröffentlichung der Assistenz-Termine: Die 5 LVs mit Assistenz-Ausbildung geben ihre Termine bei der Lehrwartetagung bekannt. Diese werden auch im Judo-Magazin veröffentlicht. Interessierte Referenten aus anderen LVs können bei Assistenz- Ausbildungen hospitieren und sich in die Materie einarbeiten.
  • Eigene Assistenz-Ausbildung des DJB: Der DJB führt eine eigene Assistenz-Ausbildung durch mit Interessierten aus allen Landesverbänden. Die Leitung sollten erfahrene Referenten aus den LVs mit Assistenz-Ausbildung übernehmen.
  • Assistenz-Ausweis: Der DJB sollte einen einheitlichen Assistenz-Ausweis herausgeben. Gestaltungsvorschläge: Mit Lichtbild, abwaschbares Papier, Führerschein-Größe.

Einführung einer Vereinsassistenz-Ausbildung:

Während der Bedarf für Sportassistenten in den Vereinen eindeutig vorhanden ist, bestehen bezüglich der Vereinsassistenten keinerlei Erfahrungen und auch keinerlei Äußerungen der Vereine. Immerhin werden in einer Vereinsassistenz-Ausbildung Fähigkeiten vermittelt, die nicht das .Kerngeschäft' (die Abhaltung von Judostunden) der Judovereine betrifft, sondern die ,Kür' (überfachliche Maßnahmen, Ausrichtungen etc)

Trotzdem könnte eine solche Ausbildung sehr interessant sein, um

  • 12 bis 15jährige anzusprechen und sie an das Lehrgangswesen heranzuführen
  • Kontakte zwischen gleichaltrigen Judoka aus anderen Vereinen herzustellen. Das stärkt die Identifikation mit der eigenen Sportart
  • Anregungen zu vermitteln und auszutauschen, was im Judoclub über das normale Training hinaus gemacht werden kann
  • das Image von Funktionären und Kampfrichtern positiv aufzubauen.

Nach Abschluss einer Vereinsassistenz-Ausbildung sollte ein Absolvent

  • bei Turnieren Listen führen können
  • bei Vereinsmeisterschaften als Kampfrichter fungieren können
  • Grundkenntnisse in der Methodik bis zum 8. Kyu besitzen
  • eine Judosafari in seiner Vereinsgruppe durchführen können
  • soziale Aktivitäten im Vereinsleben (Spielabende, Feiern etc) anregen und bei der Organisation helfen können.

Am Ende der Ausbildung wird eine ähnlicher Ausweis zu verleihen sein, wie bei der Sportassistenz-Ausbildung.

Angela Andree wird innerhalb des NWJV einen Pilotlehrgang durchführen und die Lehrwartetagung über die Ergebnisse auf dem Laufenden halten.

 

gez. Martin von den Benken